Mich haben schon immer akustische Songs interessiert. Wobei ich natürlich verstehe, dass diese für viele Leute oder auf Partys einfach zu wenig „Kick“ haben. Deswegen wollte ich schon immer irgendwelche Klassiker nur mit der Gitarre spielen und so viel wie möglich aus ihnen herausholen. Für mich ist eine akustische Performance wie ein von einem Orchester gespieltes Lied. Du hast einfach diese gewisse Wärme in den Liedern, die dir eine elektronische Performance nicht geben kann.
„Alright everybody! This thing you see at my feet is called a loop station. Everything you hear tonight is completely live. It’s made live on the spot and controlled with my feet. You can press record like this, and when you press play, it plays back.“
– Ed Sheeran, Melbourne Marvel Stadium, Australia | Loop Tour 2026
Als ich dann Ende 2024 das erste Mal mehr als nur die „Radio-Klassiker“ von Ed Sheeran gehört habe, wusste ich endlich, wie ich meinen Traum von Akustik ganz ohne Band umsetzen kann. Denn da ich vom Land komme, ist es gar nicht so leicht, motivierte Musiker in meinem Alter zu finden. Perfekt also, dass Ed Sheeran Mitte 2024 seine eigene Loop-Station, den „Sheeran Looper X“, herausgebracht hat.

Wie auf dem Bild zu sehen ist, kann man seine Lieder in vier Tracks einteilen. Ich für meinen Teil unterteile die Lieder in: Drums, Melodie, Chords und SFX/Vocals. Um jetzt also einen Song zu loopen, wählt man mit einer der Track-Tasten seinen gewünschten Track und drückt dann die Aufnahme-Taste. Sobald man seinen Loop fertig hat, drückt man nochmal die Aufnahme-Taste und kann direkt „overdubben“ (also eine weitere Loop-Spur über die vorherige legen). Wenn man dann mit einem Track fertig ist, wechselt man zum nächsten und wiederholt dies so lange, bis man seinen Song fertig hat.
Jetzt kommen wir aber zur Besonderheit des Sheeran Looper X. Sobald der Song aufgenommen ist, wechselt man per Mode-Taste in den sogenannten „Mute Mode“. Nun kann man mit dem Drücken der einzelnen Track-Tasten die einzelnen Tracks an- oder ausschalten, um so zum Beispiel den Verse nur mit Melodie und Chords zu spielen und dann im Chorus die Drums und die Vocals mit hinzuzuschalten. In diesem Modus fungiert die Aufnahme-Taste dann als Play-Taste, und die Stop-Taste stoppt weiterhin alles.
Seit mittlerweile sechs Monaten versuche ich also, die Loop-Station bis ins kleinste Detail kennenzulernen und zu verstehen, um ab Juli endlich die ersten Auftritte mit dem Looper zu spielen. Und auch wenn ich schon lange Musik mache, kann ich sagen: Es ist das herausforderndste, aber auch coolste, was ich je in meiner Musikkarriere gemacht habe.
-Bob

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